Psychotherapie

Die Idee

Am Beispiel der kleinen Amelia wird deutlich, vor welchen Herausforderungen viele Kinder täglich stehen und warum Unterstützung so wichtig ist.

Um halb sechs Uhr morgens macht sich die kleine Amelia Mundlovo auf den Weg zur Schule. Eineinhalb Stunden läuft sie durch den erwachenden mosambikanischen Busch. Am Mittag wird sie bei drückender Hitze wieder eineinhalb Stunden nach Hause laufen.

„Sie ist ein braves Kind“, sagt ihre Lehrerin Cecilia Chirindza. „Aber sie wird nie eine gute Schülerin werden, sie hat keine Kraft. Sie kommt schon müde in der Schule an.“

Schon vor Unterrichtsbeginn muss Amelia die Ziegen füttern. Für sie selbst gibt es oft erst mittags etwas zu essen. Ihre Mutter kämpft als Alleinerziehende mit vier Kindern täglich ums Überleben.

„Ich weiß nicht was aus ihr werden wird“, sagt die Mutter. „Ich hätte so gerne, dass sie Ärztin wird. Aber die Zukunft kann man nicht vorhersagen.“

Amelias Geschichte steht stellvertretend für Millionen Kinder weltweit. Mit Bildung, ausreichender Ernährung und medizinischer Versorgung können wir dazu beitragen, dass aus Hoffnung eine echte Zukunftsperspektive wird. Genau hier setzt unsere Arbeit an.

 

Unser Verein blickt auf 24 Jahre Geschichte zurück.

 

Die Idee zu Beginn des neuen Jahrtausends war zunächst eine Inspiration – eine einfache, aber kraftvolle Vorstellung: Was wäre möglich, wenn viele Menschen regelmäßig nur 1 % ihres Einkommens für Kinder in Not zur Verfügung stellen würden?

Aus dieser Idee entstand im Jahr 2002 der Verein 1 % für Kinder e. V.

Obwohl wir damals nur wenige Mitglieder und begrenzte finanzielle Mittel hatten, konnten wir bereits vielen Kindern in armen Regionen der Welt helfen und ihnen Hoffnung, Freude und konkrete Unterstützung schenken.

Von Anfang an wurde die Vereinsarbeit von Ulrike und Dieter Gefeke mit großem Engagement getragen. Besonders in Erinnerung geblieben ist der Einsatz von Ulrike Gefeke, die noch drei Wochen vor der Geburt ihres Kindes am 1. Juli 2006 den ganzen Tag am Informationsstand des Vereins in der Celler Innenstadt verbrachte, um mit Passanten über die Ziele und Projekte des Vereins zu sprechen.

 

Bereits im Jahr zuvor stand sie mit ihrem Baby am Infostand und spielte Geige. Viele Menschen blieben stehen, hörten zu und unterstützten die Arbeit des Vereins mit einer Spende.

Auch in diesem Jahr möchten wir am 1. Juli wieder mit einem Informationsstand in der Celler Innenstadt präsent sein. Ulrike hat bereits zugesagt, erneut Geige zu spielen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich auch andere Mitglieder an diesem Tag engagieren und vielleicht gemeinsam einen Informationsstand in ihrer eigenen Stadt organisieren würden. Informationen und Unterstützung dazu erhalten Sie gerne vom Präsidium in Celle.

 

Wer weiß – vielleicht gibt es eines Tages Hunderte oder sogar Tausende von Informationsständen für 1 % für Kinder e. V. in Deutschland und darüber hinaus.

Denn trotz aller Anstrengungen großer Hilfsorganisationen und vieler engagierter Menschen gibt es weltweit noch immer Millionen Kinder, die Hunger leiden, keine ausreichende Schulbildung erhalten oder ohne Perspektive aufwachsen. Für diese Kinder kann jede Hilfe einen Unterschied machen – sei es eine Mahlzeit, ein Schulheft oder ein Bilderbuch.

 

Unsere Idee ist einfach: Wenn viele Menschen regelmäßig nur 1 % ihres Einkommens teilen, kann daraus Großes entstehen. Für die meisten von uns bedeutet dieses eine Prozent keinen Verzicht. Für Kinder in Not kann es jedoch Bildung, Gesundheit, Hoffnung und Zukunft bedeuten.

Es ist weniger eine Frage des Geldes als eine Frage der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und zu helfen.

Sicher kennen auch Sie Menschen, die unsere Idee unterstützen möchten. Deshalb wünsche ich uns allen den Mut, über unsere Arbeit zu sprechen und weitere Menschen für diese gemeinsame Aufgabe zu gewinnen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Ihr Dieter Gefeke

 

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